Wir haben im Lauf der Zeit gemerkt, dass die Klimatologie zweistufig ist: Die erste Frage, die sich stellt lautet: Wieso tritt ein Phänomen ein? Die zweite, weitaus schwierigere Frage lautet: Wieso treten die Ursachen, die für ein Phänomen verantwortlich sind, ein?
Wenn man die Aufgabenstellung, die wir uns in Kapitel zwei gegeben haben, anschaut, so muss man sagen, dass die erste Stufe der Frage nach dem Grund für El Niño sicher gut geklärt ist, die zweite jedoch nicht. Dies liegt daran, dass auch auf dieses Gebiet spezialisierte Leute noch nichts genaues wissen, weil, wie in Kapitel fünf erwähnt, die Grundlagen für eine genauere Forschung im Moment erst im Aufbau begriffen sind.
Die im weiteren Sinn gestellten Aufgaben sind sehr gut gelöst worden, wir konnten uns in ein Thema vertiefen, konnten unser Wissen gut anwenden (vor allem beim Quellenmaterial des deutschen Wetterdienstes) und hatten einen aktuellen Bezug. Sehr interessant war die Einteilung der Zeit, die einige Mühe bereitete (auch aufgrund technischer Probleme), schlussendlich jedoch befriedigend gelöst werden konnte. Einfacher als erwartet war die Einteilung der Aufgaben.
ENSO
El Niño Southern Oscillation: Moderner Begriff für alles, was direkt mit El Niño zusammenhängt: Meeresströmungen und Druckverhältnisse.
Tiefdruckgebiet
Gebiet mit tiefem Luftdruck am Boden, in dem der Druck vom Zentrum nach aussen hin abnimmt. Auf der Nordhalbkugel drehen sich die Winde in einem Tiefdruckgebiet im Gegenuhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel entgegengesetzt.
Hochdruckgebiet
Gebiet mit hohem Luftdruck am Boden, in dem der Druck vom Zentrum nach aussen hin abnimmt. Auf der Nordhalbkugel drehen sich die Winde in einem Hochdruckgebiet im Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel entgegengesetzt.
ITC
Englische Abkürzung für Intertropical Convergence Zone. Tiefdruckzone, in der über den tropischen Ozeanen NO und SO-Passate zusammentreffen.
Rossbreiten
Südtropischer Hochdruckgürtel in 25-35° nördliche und südliche Breite auf den Meeren.
Corioliskraft
Trägheitskraft, die meridiale Winde auf der Nordhalbkugel nach rechts, auf der Südhalbkugel nach links abweichen lässt.
Passat
In weiten Teilen der Tropen vorherrschende Luftströmung, die auf der Nordhalbkugel als NO-Passat, auf der Südhalbkugel als SO-Passat auftreten und in der ITC zusammenfliessen.
SOI
Southern Oscillation Index: Er wird gemessen, indem man den Luftdruck in hPa von Darwin vom Luftdruck in Tahiti abzieht (Jeweils auf Meeresniveau umgerechnet). Oft wird der SOI noch mit 100 multipliziert.
La Niña
Gegenteiliges Phänomen des El Niño.
NOAA
Englische Abkürzung für U.S. National Oceanic and Atmosphere Administration. Amerikanisches Institut, das sich mit Phänomenen in den Ozeanen und der Atmosphäre beschäftigt.
NAO
Nordatlantische Oszilation: Dem El Niño ähnliches Phänomen, dass sich im Nordatlantik abspielt und vom Islandtief sowie dem Azorenhoch angetrieben wird. Die NAO hat einen wesentlichen Einfluss auf unser Wetter, vor allem im Winter.
Bilder 1-3: Micha Riser
Bilder 4 und 5: NASA
Bilder 6 und 7: Micha Riser
Bild 8: NOAA
Bild 9: Spiegel
Basierend auf Texten der NASA, UNO, NOAA, des deutschen Wetterdienstes, aus den Magazinen Spiegel, Facts, sowie aus der Sonntagszeitung und der NZZ.
Die Kapitel wurden folgendermassen bearbeitet:
1: Micha Riser
2: Roman Racine
3: Roman Racine
4: Micha Riser
5: Roman Racine
6: Micha Riser
7: Roman Racine
8: Micha Riser
9.1: Roman Racine
9.2: Micha Riser
10: Roman Racine
11: Micha Riser
12: Roman Racine
13: Roman Racine
14: Roman Racine und Micha Riser
15: Roman Racine
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© by Micha Riser und Roman Racine,