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Arbeit zum Thema El Niño

2. Wie fanden wir zum Thema?

Wir suchten nach einem Thema, um ausserhalb des regulären Geografieunterrichts eine selbständige Arbeit durchführen zu können. Deshalb hielten wir im Internet nach Themen Ausschau, die mit Geografie zusammenhingen. Diese mussten ausserdem folgende Kriterien erfüllen:

- Aktualität:
- Zusammenhang mit dem Problem der Klimaerwärmung
- weltweite Auswirkungen
- Zusammenhang mit dem Überbevölkerungsproblem
- zeigt Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Natur
- Aufbaumöglichkeiten auf bisher Gelerntem

Die Themen, die die obenstehenden Kriterien am besten erfüllten, waren nebst dem El Niño auch die Zerstörung der Ozonschicht. Da wir mit dem El Niño Phänomen jedoch viel mehr Bezüge zur bisher behandelten Klimathematik herstellen konnten, entschieden wir uns das El Niño Phänomen näher zu untersuchen.


3. Was ist El Niño?

Der El Niño spielt sich vor der Westküste des Nordteils des Südamerikanischen Kontinents ab. Normalerweise befindet sich dort, wie vor jeder Westküste eines Kontinents ein relativ stabiles Hochdruckgebiet. Die Winde drehen sich dabei auf der Südhalbkugel im Gegenuhrzeigersinn um das Hoch. Dies hat dem Effekt, dass kalte Luft aus dem Süden äquatorwärts geblasen und dabei von der Corioliskraft nach Westen abgelenkt wird. Die daraus entstehende Luftströmung ist unter dem Namen Passat, genauer gesagt Südost- Passat bekannt. Diese prallt an der innertropischen Konvergenz (ITC) auf den von Nordosten kommenden Nordost- Passat. Daraus ergibt sich dann eine beständige Strömung nach Westen und nach oben, d.h. die Passatwinde werden nach Westen abgelenkt und steigen dabei auch auf. Die Winde strömen dabei zu einem Tief, das vor der Ostküste Australiens liegt. Dabei ist es logisch, dass die Winde um so stärker sind, je grösser der Druckunterschied zwischen dem Hoch und dem Tief ist. Die Windströmungen haben natürlich auch entsprechende Meeresströmungen zur Folge. Die kalte Meeresströmung aus dem Süden nennt man Humboldtstrom. Sie wärmt sich immer weiter auf und wird, vom Wind und der Corioliskraft abgelenkt, schliesslich zum westwärts ziehenden Südäquatorialstrom, der seinen Höhepunkt immer im Nordsommer hat.

Im El Niño Fall bricht dieses Hoch jedoch zusammen. Dieses Phänomen erreicht immer zur Zeit des Südsommers seinen Höhepunkt, weil es dann am heissesten ist. Dies ist immer um Weihnachten herum der Fall, woher das Phänomen auch seinen Namen hat (El Niño: spanisch, "das Christkind"). Zu dieser Zeit ist auch der Südäquatorialstrom am schwächsten, da durch die starke Erwärmung der Erdoberfläche (es ist ja Sommer) die Luft erwärmt wird und daher aufsteigt, was das Hochdruckgebiet abschwächt und somit auch die mit dem Hochdruckgebiet verbundenen Winde, die den Südäquatorialstrom antreiben. Es ist auch zu beachten, dass sich im Südsommer die ITC nach Süden verschiebt, weshalb sich das Phänomen vor Südamerika und nicht am Äquator abspielt. Im El Niño Fall wird das Hochdruckgebiet viel stärker als sonst abgeschwächt, was zur Folge hat, dass die Differenz zwischen dem Hoch vor Südamerika und dem Tief vor Australien abnimmt und nachher sogar negative Werte annimmt. Das hat zur Folge, dass die normalen Passatwinde zusammenbrechen und sogar in die Gegenrichtung wehen.


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© by Micha Riser und Roman Racine,